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18. Juni – 1. August 2026
Kleine Galerie des Halleschen Kunstvereins
Dienstag bis Samstag 15–18 Uhr
Programm
17. Juni 2026, 18 Uhr: AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Begrüßung: Karola Waterstraat, Vorsitzende
Einführung: Christian Forberg, Journalist
Musikalische Begleitung: Martin Hoepfner
Zur Ausstellung
Für BRIGIDA BÖTTCHER ist KUNST ihr Lebensinhalt, sozusagen wie Atmen. Sie ist eine Vollblutmalerin. Farben und Licht sind die Elemente ihrer Malereien auf Leinwand, auf Papier und seit ihrer Hinwendung zum Ton auch auf Keramiken und Figurinen, wobei Blau eine besondere Rolle spielt. Sie schöpft aus dem Naturerleben, dem Tages- und Jahreszeitenwechsel, den Landschaften, Parks und Gärten, Architekturen. „Die letzten Jahre stehen unter dem Wortpaar Mythos und Ego - (zu) verstehen als eine Bildsynthese aus antiker Mythologie, südlichen Landschaftssegmenten, Farbinspirationen und sozialen Erscheinungsformen, Lebensformen … Mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken hinterfrage und reflektiere ich Mensch-Natur-Zeit-Geschichte – mich“, sagt Brigida Böttcher.
WOLFGANG BÖTTCHER zeichnet sich als virtuoser Kupferstecher aus, der auch die seltene grafische Technik der Eisenradierung beherrscht. Er nennt sich selbst einen „Peintre-Graveur“ – einen Maler-Radierer. Viele seiner Werke nehmen Bezug auf alte Meister und die italienische Kulturlandschaft, die er sich auf vielen Reisen vor Ort erschloss. Mit Respekt blickt er auf die künstlerischen Leistungen vergangener Generationen. Wolfgang Böttcher: „Nach Besuchen großer Museen und Galerien in Rom, Dresden, Berlin, Mailand, Paris, Florenz u. a. m. beschleicht mich
das Gefühl, klein und erfolglos zu sein – allerdings stets angereichert, bereichert mit exemplarischem Augenfutter. Neben gestilltem Wissensdurst musste ich mir eine geeignete Portion Ignoranz zulegen oder eben ein dickes Fell …, um erfolgreich in Kupfer zu stechen, auf Zink zu radieren, auf Leinwand zu malen, auf Karton/Papier zu zeichnen.“
Gemeinsam initiierte das Künstlerpaar 1990 den Kunstverein PIKANTA e.V. in Leipzig. Mit 29 Jahren Vereinsleben bereicherten sie mit Ausstellungen, Workshops, Sommerakademien das kulturelle Leben der Stadt. Und sie organisierten 17 Italienreisen in fast alle Ecken und Winkel des „Stiefels“, stets dokumentiert in selbst illustrierten Reisetagebüchern. Mit ihrem Kunstgarten am Wohnort in Muschwitz bei Lützen haben sich beide Künstler zudem einen Ort der Kontemplation geschaffen, gestaltet mit diversen Fabelwesen, inspiriert durch die Reisen nach Italien mit seiner grandiosen Geschichte und Kunst.
(Annetta Kirsch)
Plakat: Lutz Grumbach
Zu Brigida Böttcher
- 1952 geboren in Zwickau
- 1972–1977 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig bei Werner Tübke, Wolfgang Mattheuer, Bernhard Heisig, Hans Mayer-Foreyt und Anneliese Hübscher
- 1978–1981 Meisterschülerin bei Prof. Heisig
- ab 1980 Gestaltung eines Kunstgartens in Muschwitz (bei Lützen) zusammen mit ihrem Ehemann Wolfgang Böttcher,
- ab 1986 Arbeit mit Ton
- 1990–2019 Leitung Kunstverein PIKANTA e. V. in Leipzig zusammen mit Wolfgang Böttcher (u. a. Kurse, Workshops, Sommerakademien)
- ab 1990 Initiatorin jährlicher Kunst- und Studienreisen nach Italien
- zahlreiche Personalausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen, Arbeiten im öffentlichen Raum und Privatbesitz
Zu Wolfgang Böttcher
- 1948 geboren in Leipzig
- 1966–1971 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig bei Wolfgang Mattheuer, dann als Freiberufler tätig
- 1974–1977 Aspirantur in der Radierwerkstatt der HGB
- ab 1980 Gestaltung eines Kunstgartens in Muschwitz gemeinsam mit seiner Frau
- 1982–1984 Mitarbeit in Ateliers von Werner Tübke in Leipzig und Bad Frankenhausen
- 1987 Fördervertrag mit der Universität Leipzig als Maler und Zeichner
- 1989–1990 Aufenthalte in Kuba und Frankreich (Paris)
- 1990–2019 Leitung des Kunstvereins PIKANTA mit Brigida Böttcher, seitdem auch als Galerist tätig
- ab 1990 Mitinitiator jährlicher Kunst- und Studienreisen nach Italien
- zahlreiche Personalausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen, Arbeiten im öffentlichen Raum und Privatbesitz